Wärmeleitfähigkeit, Brand- und Schallschutz

Schallschutz

Der Schallschutz ist ein wichtiger Faktor bei der Planung und Sanierung von Gebäuden und liefert gute Gründe für eine Verwendung unserer mineralisch ummantelter Holzspäne als lose Schüttung in Fußbodenkonstruktionen. Bei der Entwicklung unserer Produkte wurde besonderes großer Wert auf effektiven Schallschutz gelegt. In Versuchen stellte sich heraus, dass insbesondere unsere einzigartige Materialkombination aus weichem Holzkern und steifer Ummantelungsschicht zu überdurchschnittlichen Trittschallpegel­reduktionen führt. Bei einem Aufbau aus 40 mm mineralisch ummantelter Späne als lose Schüttung unter 40 mm AE-Estrich ist auf einer massiven Bezugsdecke von einem Trittschallverbesserungsmaß von 18 dB auszugehen. Werden 50 mm mineralisch ummantelter Späne unter 25 mm Trockenestrich eingebaut, lässt sich auf einer leichten Holzbalkendecke ein Trittschallverbesserungsmaß von 17 dB erzielen. Im System mit anderen ökologischen Komponenten konnte auf einer Holzbalkendecke ein noch besserer Schallschutz erzielt werden. Eine Trittschallverbesserung von 27 dB bei einer Aufbauhöhe von insgesamt weniger als 170 mm war das Ergebnis.

Wärmeleitfähigkeit

Von besonderem bauphysikalischem Interesse sind die Kennwerte des Wärmeschutzes und des Schallschutzes. Beide Parameter zeigen jeweils eine deutliche Abhängigkeit von der Spanform. Die Wärmeleitfähigkeit mineralisch ummantelter Holzspäne wird aufgrund der Ummantelung stets höher ausfallen als die von unbehandelten Spänen. Dieser Effekt ist aufgrund der geringen Ummantelungs­stärke jedoch nicht sehr ausgeprägt und relativiert sich zudem mit zunehmender Materialfeuchte, da unbehandelte Späne deutlich mehr Wasser aufnehmen als ummantelte Späne. Als Richtwert kann von einer mittleren Wärmeleitfähigkeit trockener mineralisch ummantelter Holzspäne von λ10 = 0,05 W/(m∙K) bis λ10 = 0,08 W/(m∙K) ausgegangen werden.

Brandschutz

Bei einer Verwendung von Holzspänen oder anderer nachwachsender Rohstoffe im Bauwesen müssen Maßnahmen ergriffen werden, um einen ausreichenden Brandschutz sicherzustellen. Mineralisch ummantelte Holzspäne erreichen die geforderten Brandschutz­anforderungen durch die applizierte Ummantelung und können der Baustoffklasse B2 zugeordnet werden. Die Rauchentwicklung der Späne wird desweiteren als gering eingestuft, mit anderen Worten: Es ist kein Abfallen von brennbaren Teilen feststellbar und es findet ein Selbstverlöschen der Flammen statt.

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